Kultursommer Rheinland-Pfalz
17. bis 27. Juli 2009
Sommer Kino Kohlhof
Filmkunst auf dem Land: »Kino auf dem Kohlhof«.
Leicht zu erreichen und gar nicht so schwer zu finden.
Wir sind wieder da und mittlerweile fast schon ein wenig stolz, dass wir schon lange, bevor es los geht, Anfragen bekommen, wann es wieder so weit ist. Es ist schön, dass das »Sommer Kino Kohlhof« mittlerweile ein fester und geschätzter Teil des Kultursommers Rheinland Pfalz geworden ist. Das Motto des Kultursommers in diesem Jahr ist »Cool Britannia« und wir haben eine kleine Auswahl des jungen englischen Films zusammengestellt. Es geht los mit »Vier Hochzeiten und ein Todesfall«, der 1993 eine Renaissance des populären englischen Kinos eingeleitet hat und mit dem Hugh Grant bekannt wurde, und endet mit »Son of Rambow«, einem liebevollen Portrait zweier kleiner Außenseiter auf den Spuren ihres großen Idols aus Hollywood.
In diesem Jahr gibt es im Anschluss an die Reihe noch eine kleine Zugabe. Wir zeigen die 3 beliebtesten Filme aus 6 Jahren Sommer Kino noch einmal. Jeden Abend können Sie abstimmen und wir sind gespannt auf die Wahl! Wir tun dies nicht nur wegen der guten Filme, sondern auch um die neu angeschafften Stühle (die alten Schulstühle hatten zwar das Zeug zum Kultobjekt, wirklich bequem waren sie aber wohl nicht) zu finanzieren.
Auch in diesem Jahr gibt es die Möglichkeit vorzubestellen:
Ab dem 15.07.2009 von 17 bis 19 Uhr!
Telefon: 06236/8109
Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass sich das Vorbestellen lohnen könnte, denn viele Filme waren schon früh ausverkauft. Unser Biergarten öffnet wie immer um 20 Uhr, frühes Kommen lohnt sich auch, um das wunderschöne Ambiente von Fagus Gartengestaltung genießen zu können.
Wir wünschen unvergessliche Kinoabende!
Marion Fittje, Wolfgang Bruch, Birgit und Roland Pousset
Freitag, 17. Juli
Vier Hochzeiten und ein Todesfall
von Mike Newell, Großbritannien 1993, 117 min
mit Hugh Grant, Andy MacDowell
Im Mittelpunkt dieser Geschichte um acht Freunde, 16 Schwiegereltern, unzählige Hochzeitsgäste und noch mehr Champagnergläser steht der Junggeselle Charles, der sich, je mehr Hochzeiten er besucht, umso sicherer wird, daß für ihn niemals eine Eheschließung in Frage kommt. Als er eines Tages die gleichermaßen hübsche wie intelligente Amerikanerin Carrie auf einer Hochzeit (wo sonst?) kennenlernt, gerät dieser Vorsatz allerdings schwer ins Wanken.
»Vier Hochzeiten und ein Todesfall« startete als kleiner Independentfilm mit einem kleinen Budget und wurde einer der größten britischen Filmhits aller Zeiten. Für Hugh Grant war der Auftritt auf den »vier Hochzeiten« Grundstein für eine Weltkarriere.
»Virtuos zwischen Komödie und Melodram pendelnd, hat Mike Newell einen Film gedreht, wie man ihn sich mitreißender kaum vorstellen kann.« epd Film
Trailer (englisch): www.youtube.com/watch?v=6QRNmyL8BHc
Samstag, 18. Juli
Die Queen
von Stephen Frears, Großbritannien 2006, 97 min
mit Helen Mirren, Michael Sheen, James Cromwell
Ende August 1997 verunglückt Prinzessin Diana auf der Flucht vor Paparazzi und stirbt kurz darauf. England und die ganze Welt sind vom plötzlichen Tod der »Königin der Herzen« geschockt. Unfähig, sich der Öffentlichkeit zu stellen, verschanzt sich Queen Elizabeth II mit ihrem Mann Prinz Philip und den anderen Mitgliedern ihrer Familie hinter den hohen Mauern ihres Schlosses. Sie kann und will sich nicht der öffentlichen Trauer anschliessen, die von ihr selbst nach der Scheidung Dianas aufgestellte Staatsräson lässt dies nicht zu …
»Liebevoll und bissig folgt Frears seiner Heldin durch die Tage internationaler Massenhysterie. Was für ein großartiger Film. Ein Gedankenspiel, wie es damals im Palast zugegangen sein könnte, respekt-, humor- und wundervoll. Für Helen Mirren gab es während der Vorstellung Szenenapplaus. Jeder Blick von ihr ist königlich, jede Geste würdevoll. Aus einem undurchschaubaren Wesen macht sie einen Menschen, so kühl wie liebenswert, so stilvoll wie verunsichert. Es ist eine berauschende Vorstellung.« Der Spiegel
Trailer: www.concorde-film.de/trailer_0274
Sonntag, 19. Juli
Happy-Go-Lucky
von Mike Leigh, GB 2008, 118 min
mit Sally Hawkins, Alexis Zegerman, Eddie Marsan
Pauline, von allen nur Poppy genannt, arbeitet als Grundschullehrerin im Norden Londons und ist das, was man eine wahre Frohnatur nennt: stets gut gelaunt, offenherzig, hilfsbereit und ihren Mitmenschen gegenüber unvoreingenommen. Kurzum: Poppy muss man einfach gern haben. Poppys unbeschwerte Art löst in ihrer oft etwas missgelaunten Umwelt allerdings auch Befremden und Erstaunen aus. Manche halten sie für ein wenig schlicht, einige sogar für verrückt. Auf jeden Fall aber führt Poppys Dauerflirt mit dem Leben zu den absurdesten Situationen, deren Komik nicht selten in anarchischer Auflösung gipfelt.
»›Happy-Go-Lucky‹ ist eine Anleitung zum Glücklichsein, ein Weg raus aus Trübsinn und Traurigkeit. Und die britische und realistischere Antwort auf ›Die fabelhafte Welt der Amélie‹: ein richtiger Wohlfühl- und Gute-Laune-Film. Dringend für den Sommer zu empfehlen!« 1Live
Schwung in die Geschichte bringt die etwas verrückte Frau Kramer (Lieselotte Langer), die behauptet, im Haus »Schlager singende Geister« zu sehen – bittersüß die nostalgische Filmmusik von Mardi Gras.bb. Die ältere Dame mit ihrer Gehhilfe wird zur Metapher für Aufbruch und Leben. Eine skurrile Tragikomödie über Sehnsucht und Liebe, bzw. über die herrlich schrägen Seiten des vermeintlich tristen Alltags ….
»Einen warmherzigeren, lebensklügeren, mitfühlenderen Film, der seine Figuren zu vermitteln, nicht zu verheizen sucht, wird man derzeit kaum finden. Die Bilder sind von wunderbar frischer, unverbogener Menschlichkeit.« Stuttgarter Zeitung
Website und Trailer: www.happy-go-lucky-derfilm.de
Montag, 20. Juli
High Fidelity
von Stephen Frears, Großbritannien/USA 2000, 100 min, Buch: Nick Hornby
mit John Cusack, Iben Hjelje, Catherine Zeta-Jones
Rob Gordon, Vinyl-Junkie mit enzyklopädischem Wissen über Pop-Musik und Besitzer eines fast kundenfreien Plattenladens, frönt mit seinen Angestellten einer großen Leidenschaft: Als Statistik-Freaks erstellen sie Hitlisten zu allen nur erdenklichen Themen. Als Robs langjährige Freundin Laura ihn verlässt, verfällt der pathologische Detailfanatiker der Obsession, in einer Top Five seiner fehlgeschlagenen Beziehungen sein bisheriges Liebesleben Revue passieren zu lassen. Ein überaus schmerzlicher, seelischer Reifeprozess nimmt seinen Lauf.
»Eine ironisch-kritische Komödie, die einen liebevollen Blick auf die Menschen und ihre Schwächen wirft. In Haupt- wie Nebenrollen hervorragend besetzt und grandios inszeniert.« Lexikon des Internationalen Films
»Ein augenzwinkernder Spaß und eine durchaus auch ernst gemeinte Aufforderung, das Leben mindestens genau wichtig zu nehmen wie die eigene Plattensammlung.« kino-zeit
Trailer (englisch): www.youtube.com/watch?v=uXMnLoSetBk
Dienstag, 21. Juli
Just a Kiss
von Ken Loach, Großbritannien 2003, 103 min
mit Atta Yaqub, Eva Birthistle
Obwohl seit Jahrzehnten in Glasgow ansässig, bestimmen noch immer die vorderasiatischen Riten und Regeln den Alltag der pakistanischen Familie Khan. Der ältesten Tochter scheint dies am wenigsten auszumachen, jedenfalls fügt sich Rukhsana in die von ihren Eltern arrangierte Hochzeit. Sohnemann Casim allerdings hat andere Pläne, denn er entdeckt sein Herz für die irisch-katholische Lehrerin Roisin. Doch auch deren konservativer Familienbackground ist nicht von Pappe …
»›Just a Kiss‹ ist ein Film über die Liebe, die Familie, über Gesellschaft, Religion und Ideologie – und erzählt uns doch alles schwere, das er damit auch zu schultern hat, wie aus einem Guss, mit tiefem Ernst und wunderbar heiter zugleich.« Der Tagesspiegel
»Eine überraschend zarte Liebesgeschichte.« Der Spiegel
Website: www.just-a-kiss-der-film.de
Mittwoch, 22. Juli
Brassed Off
von Mark Herman, Großbritannien 1996, 107 min
mit Pete Postlethwaite, Tara Fitzgerald, Ewan McGregor
Der ganze Stolz der Gemeinde Grimley in der Grafschaft Yorkshire ist die traditionsreiche Blaskapelle. Dank ihres engagierten Dirigenten Danny haben die Hobby-Musiker sogar Chancen, das Finale des diesjährigen Blasmusik-Wettbewerbs zu erreichen. Als die Londoner Regierung ihre Arbeitsstätte, die Zeche von Grimley, schließen will, beginnen die von Existenzangst geplagten Kumpel, das Interesse an der Blaskapelle zu verlieren. Doch da wird die äußerst hübsche Flügelhornistin Gloria als erstes weibliches Mitglied aufgenommen.
»Als romantische Komödie und sozialkritisches Melodram befindet sich ›Brassed Off‹ in bester Gesellschaft britischen Filmschaffens! Die grandiose Faszinationskraft von ›Brassed Off‹ wird darüber hinaus durch den sicht- und hörbaren Enthusiasmus der Musiker verstärkt. Selbst eingefleischte Blasmusikgegner werden sich dieser Magie und dem ›Drive‹ kaum entziehen können.» Berliner Zeitung
Trailer (englisch): www.youtube.com/watch?v=FxU9qEltkYk
Donnerstag, 23. Juli
Iris
von Richard Eyre, Großbritannien 2001, 99 min
mit Judi Dench, Kate Winslet, Jim Broadbent, Hugh Bonneville
Trotz turbulenter Aufs und Abs zu Beginn ihrer Beziehung bleiben die gefeierte Literatin Iris Murdoch und Literaturkritiker John Bayley ein Paar. Im Lauf der Jahre kommen sie einander immer näher, bis zu einem schicksalhaften Tag im Jahr 1997: Die Ärzte diagnostizieren bei Iris die Alzheimersche Krankheit. Doch John ist nicht bereit, die Liebe seines Lebens kampflos aufzugeben.
»Die Schauspieler: Brillante Besetzung mit Kate Winslet als junger und Judi Dench als älterer Iris. Jim Broadbent erhielt unverständlicherweise den Oscar als bester Nebendarsteller – er hätte ihn als bester Hauptdarsteller verdient! Der Regisseur: Basierend auf den Aufzeichnungen des echten John Bayley über die letzten zwei Jahre mit seiner Frau, hat der Theaterregisseur Richard Eyre einen herzzerreißenden Film gemacht. Fazit: Weniger Porträt einer Kranken als vielmehr die großartige Geschichte einer ganz großen Liebe.« Hamburger Morgenpost
Trailer: http://www.kino.de/kinofilm/iris/trailer/61679.html
Freitag, 24. Juli
Son of Rambow
von Garth Jennings GB 2007, 95 min
mit Bill Milner, Will Poulter
Der elfjährige Will wird von seiner verwitweten Mutter streng gläubig erzogen. Fernsehen ist streng verboten, Musik hören ebenso. Als er sich ausgerechnet mit dem Schulrabauken Lee Carter anfreundet, ist sein Seelenheil in Gefahr. Denn nachdem er zu Hause bei Lee eine Raubkopie von »Rambo« gesehen hat, sind sie besessen von der Idee, zusammen einen Film zu drehen. Will will darin die Hauptrolle spielen, den Sohn von Rambo, und legt dafür die tollkühnsten Stunts aller Zeiten hin …
»›Der Sohn von Rambow‹ gewinnt eine wunderbare Dynamik: als nostalgische Reise in die achtziger Jahre mit liebevoller Ausstattung und Songs von Duran Duran bis Cure, als schwungvolle bis haarsträubende Komödie, als Geschichte einer Befreiung aus geistiger Repression – und natürlich als Liebeserklärung an den Zauber des Films und des Filmemachens.« epd film
»Der lustigste britische Film des Jahres!« Glamour
Website und Trailer: www.dersohnvonrambow.de
Best Of
- Samstag, 25. Juli: Platz 3
- Sonntag, 26. Juli: Platz 2
- Montag, 27. Juli: Platz 1
Ermöglicht wurde das Sommer Kino Kohlhof durch die Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz im Rahmen des Kultursommer Rheinland Pfalz und Fagus Gartengestaltung.
Eine Veranstaltung von der Initiative für Filmkultur in Kooperation mit dem Medienbüro Oldenburg e.V.
Das Programm der vergangenen Jahre: