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Cine k erhält den ersten Preis als bundesweite Auszeichnung für herausragende kulturelle Kinoarbeit am 26. Juni 2005

Am 26. Juni 2005 erhielt das Medienbüro Oldenburg für die Gestaltung des Filmprogramms im cine k der Kulturetage in der Kategorie III der Städte mit Einwohnern zwischen 100.000 und 200.000 den ersten, mit 5000 Euro dotierten, Kinopreis des Kinematheksverbundes. Der Kinopreis wurde vom Bundesbeauftragten für Angelegenheiten der Kultur und der Medien eingerichtet, um die kulturelle Arbeit der Kommunalen Kinos in Deutschland zu stärken. Teilnahmeberechtigt sind die knapp 200 nichtgewerblichen kulturellen Kinos. Der Preis wurde in einer Feier im Filmhaus Berlin (Sony Center) für das Jahresprogramm 2004 verliehen.

Die Begründung der Jury lautete:

Ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury waren insbesondere die Originalität und die Intelligenz des Programmangebots, das augenfällig vorhandene Publikumsbedürfnisse bedient und neue weckt. Kooperationen mit verschiedenen Partnern sorgen dabei dafür, dass das Kino nicht allein um der Kunst willen der Kunst huldigt, sondern Kunst als Anlass für Gedankenaustausch nutzt, etwa durch außergewöhnliche Filmreihen oder die Initiierung von über den Rahmen des Films hinausgehenden Veranstaltungen. Hier hat die Filmkunst eine wahre Heimstatt...

Der Preis wurde am Sonnabend von Marion Fittje (Vorstand des Medienbüro Oldenburg) und J. Seipel (Filmwissenschaftlerin und Mitarbeiterin des Medienbüro Oldenburg) mit großer Freude entgegengenommen

Das Team des Medienbüro Oldenburg fühlt sich durch diesen Preis darin bestärkt seine konsequente Arbeit zur Errichtung eines kommunalen Kinos in Oldenburg fortzuführen. Wir sind der festen Überzeugung dass Film mehr ist als nette Abendunterhaltung (gegen die wir freilich auch nichts einzuwenden haben), dass es sich lohnt die „anderen“ Filme zu entdecken und zu zeigen. Es hat sich gezeigt dass es in Oldenburg ein Publikum für diese „anderen“ Filme gibt.

Unser Kino ist keine "Abspielstelle" für Filme, sondern ein Begegnungsort für alle die sich mit Filmkultur auseinandersetzen wollen. Zu unseren Programmschwerpunkten gehören neben Länderfilmreihen (Israel, Kanada, Slowenien und mehr) thematische Reihen und Veranstaltungen zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen. So zeigen wir im Rahmen des Weltfrauentags Anfang März eine Filmreihe zu frauenpolitischen Themen. Im Juni 2005 veranstalten wir mit der Globale bereits zum zweiten Mal ein globalisierungskritisches Filmfestival. Immer wieder arbeiten wir mit ganz unterschiedlichen Gruppen und Institutionen aus Oldenburg und darüber hinaus zusammen (z.B. Staatstheater, deutsch italienische Gesellschaft, Frauenhaus, Freunde der Deutschen Kinemathek, Jewish Film Foundation).

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Arbeit mit und für Kinder und Jugendliche. Wir veranstalten Seminare, Workshops, Schul- und Ferienvorstellungen.

Die Arbeit rund um das Kino ist nur durch den enorm hohen Einsatz aller MitarbeiterInnen zu schaffen. Wir haben keine feste Stellen und werden im Vergleich zu anderen kommunalen Kinos nur sehr marginal unterstützt. Auf Dauer ist das erreichte Niveau nur mit einer deutlichen Ausweitung der finanziellen Ressourcen zu gewährleisten.

In einer Pressekonferenz zur Verleihung des Preises in Oldenburg anerkannte auch Martin Schumacher als Kulturdezernent der Stadt Oldenburg, die hohe Bedeutung kultureller Filmarbeit und des cine k für die Stadt. Bis sich diese Bedeutung auch in einer angemessenen Förderung niederschlägt ist es allerdings noch ein weiter Weg.




Filmkunst hat seinen festen Platz im kulturellen Leben und ist auf Unterstützung ebenso angewiesen, wie zum Beispiel bildende Kunst, Theater oder Musik. Damit in Zeiten leerer öffentlicher Kassen Filmkunst nicht verschwindet und Kino nur noch mit kommerziellem Film verbunden wird, brauchen wir Ihre Unterstützung.

Spenden: Stichwort Filmkunst für Oldenburg

Kn: 30 871 401 Blz: 280 602 28 bei der Raiffeisenbank Ol eG

Das Medienbüro Oldenburg ist als gemeinnütziger Verein in der Lage Spendenbescheinigungen auszustellen.


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