Weihnachtsfilmwoche im cine k / Mediterrane Horizonte
Hard Goodbyes: my father
Griechenland 2001, 110 min
Regie: Penny Panayotopulou
Frühjahr 1969: Erstmals fliegen Menschen zum Mond. Zur gleichen Zeit fordert das Schicksal von einem kleinen Jungen in Athen, sich der Wirklichkeit des irdischen Lebens zu stellen. Was gewiss der kleinere Schritt für die Menschheit ist, aber ein großer für einen Menschen. Denn Elias Vater stirbt bei einem Autounfall. Der Zehnjährige hat ihn geliebt und liebt ihn noch immer. Seinen Tod will er nicht zur Kenntnis nehmen, er rechnet fest mit seiner Wiederkehr. Schließlich hat er Elias versprochen, am Tag der Mondlandung von seiner Vertretertour zurückzukommen. Bei der Beerdigung verdrückt sich Elias. Die Trauerbinde trägt er nur, weil es in der Schule Vorteile bringt. Dort erzählt er, sein Vater reise zum Mond. Einstweilen schlüpft er selbst in dessen Haut: Er trägt sein altes Jackett und schreibt in seinem Namen Briefe an die Großmutter. In ihnen fabuliert er von einem abenteuerlichen Leben des Toten bis seine Traumwelt die ersten Risse erhält. Zumal der Vater in der Nacht der Mondlandung zum ersten Mal ein gegebenes Versprechen nicht hält. Und doch kommt Elias auf wundersame Weise dem Toten sehr nah...
Wie können wir den Tod begreifen und ihn akzeptieren? Wie können wir Abschied nehmen von Menschen, die wir lieben? In ruhigen, eindringlichen Bildern und mit großer Einfühlungskraft setzt sich die griechische Regisseurin in ihrem wundervollen Spielfilmdebüt mit diesem universellen Thema auseinander. Ihr großartiger Hauptdarsteller, der zehnjährige Giorgos Karayannis, wurde beim Filmfestival in Locarno als bester Schauspieler ausgezeichnet..
Nachdem Hard Goodbyes: my father weltweit erfolgreich in den Kinos und auf Festivals lief ist er jetzt als Deutschlandpremiere erstmals in Oldenburg zu sehen.
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