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Hier wird doch (nicht)diskriminiert?!

Eine Filmreihe zum Antidiskriminierungsgesetz



Für die Planung dieser Sonderreihe haben sich verschiedene Oldenburger Gruppen zusammengeschlossen, die Informationen zum geplanten Anti-Diskriminierungsgesetz anbieten. Die Filmreihe beleuchtet einerseits verschiedene Facetten von Diskriminierung und zeigt andererseits Gründe auf, wegen derer Menschen diskriminiert werden.

Jeder Film kann in der Veranstaltungswoche für Schulvorstellungen am Vormittag gebucht werden (Te. 2489646). Zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es jeweils eine Einführung in den Themenkomplex der (Anti-)Diskriminierung.

Forst

Deutschland/Österreich 2005, 50 min, OV
Regie: A. Breuer, U. Hansbauer und W. Konrad

Ein Lager für Flüchtlinge, mitten in Europa in einem Wald. In Forst verkünden die Flüchtlinge ihre eigene Wahrheit und erzählen die Geschichte ihrer Emanzipation. Langsam entsinnen sie sich ihrer Identität als politische Flüchtlinge und beginnen Befreiungspläne zu schmieden...

Der auf 16mm-S/W-Material gedrehte Film ist in Zusammenarbeit mit den Flüchtlingen entstanden, die sich großteils selbst spielen. Mittels montierter Interviewpassagen erzählen sie die Geschichte ihrer Ohnmacht und ihrer Ermächtigung. Ein Film der verstört und zum Nachdenken anregt, sowohl über sich selbst als auch über den staatlichen Rassismus gegenüber Asylsuchenden.



Alles wegen Bemjamin

Frankreich 2001/02, 90 min, OmU
Regie: Fabrice Cazeneuve

Vincent Molina ist sechzehn Jahre alt und schwul. Niemand weiß etwas von Vincents Geheimnis. In der Schule ist er beliebt und im Schwimmverein der Beste seines Jahrgangs. Doch dann kommt ein neuer Schüler an die Schule: Benjamin übt sofort eine unglaubliche Anziehungskraft auf Vincent aus. Doch nach einem ersten Kuss zieht Benjamin sich zurück.

Aber das Techtelmechtel der beiden ist den Schulkameraden nicht verborgen geblieben, plötzlich ist Vincent unfreiwilligerweise geoutet. Besonders seine „Freunde“ aus dem Schwimmteam, wollen ihn nicht mehr mittrainieren lassen und an die Schultüren werden Beleidigungen gesprüht Vincent muss auf die harte Tour lernen, mit dieser völlig neuen Situation umzugehen



Erbsen auf halb sechs

Deutschland 2003, 104 min
Regie: Lars Büschel

Als der Theaterregisseur Jakob bei einem Unfall sein Augenlicht verliert, scheint sein Leben für ihn zu Ende zu sein. Er findet sich in der Welt nicht mehr zurecht, weder psychisch noch physisch, den geliebten Beruf muss er ebenfalls an den Nagel hängen und seiner Freundin gibt er kurzerhand den Laufpass.

Jakob erträgt es nicht, dass er nun hilflos ist. Bislang gewohnt, dass er als Regisseur die Fäden in der Hand hielt, ist nur nun auf die Hilfestellungen seiner Umwelt angewiesen – so etwa die Orientierungshilfe, dass sich auf dem Teller die Erbsen auf der Position „halb sechs“ befinden. Auch die Hilfe der seit ihrer Geburt an blinden Lilly mag Jakob am Anfang nicht annehmen. Als Jakobs Mutter im Sterben liegt, unternehmen die beiden eine abenteuerliche Odyssee bis tief nach Russland hinein, um die todkranke Frau zu besuchen und von ihr Abschied zu nehmen. Eine Reise, die beide verändert, denn Jakob lernt auf diesem Weg, sein Schicksal zu akzeptieren, während Lilly erkennen muss, dass ihr bisheriges Leben in der Sicherheit ihrer treu sorgenden Familie nicht alles ist. Schließlich finden die beiden auf sehr behutsame und vorsichtige Weise zueinander.

Drei Jahre nach seinem Kino-Debüt Jetzt oder nie – Zeit ist Geld glückt dem Regisseur Lars Büchel mit Erbsen auf halb sechs ein wundervolles und sensibles „Märchen“, das in keiner Weise auf schnelle Betroffenheit beim Zuschauer zielt, sondern die aufkommende Traurigkeit geschickt mit intelligentem Witz unterläuft.




Die Filmreihe wird organisiert von Na Und - Lesben- und Schwulenzentrum Oldenburg, IBIS - Interkulturelle Arbeitsstelle e.V. und dem Autonomen Referat für behinderte und chronisch kranke Studierende der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
mit freundlicher Unterstützung des AStAs der C.v.Ossietzky Universität und dem Frauenbüro Oldenburg


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