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pop pop populär
Yellow SubmarineEngland, 90 min, Original Das friedliche Königreich Pepperland wird von den bösen Blue Meanies, die jegliche Musik hassen, attackiert und besetzt. Old Fred flüchtet mit einem U-Boot und holt die Beatles zu Hilfe. Let's all get up and dance to a song that was a hit before your mother was born, beginnt der Beatles´ Song Your Mother Should Know. Und wahrhaftig: Yellow Submarine, der legendäre Trickfilm, in dem die Beatles zu Gunsten ihres zur Popart geronnenen Images der Leinwand bis auf einen kleinen Epilog konsequent fernbleiben, ist jetzt genau eine Generation alt. Er war in den letzten Jahren komplett aus dem Verkehr gezogen worden, Videokassetten wurden nicht mehr vertrieben. Jetzt ist die Gelegenheit wieder da, einen der bedeutendsten Zeichentrickfilme, einen Meilenstein der Vermischung von Avantgarde und Mainstream in der Kunst dieses Jahrhunderts, wieder im Kino sehen zu können. In Deutschland fällt in Zusammenhang mit Yellow Submarine der Name von Heinz Edelmann, Düsseldorfer Art Director und in der Post-Beatles-Ära langjähriger Stammgrafiker des FAZ-Magazins. Mit seinen blumigen Jugendstil-Rundformen, die er zu psychedelischer Intensität vedichtete, hat er wesentlich zum unverkennbaren Stil des Films beigetragen. In erster Linie aber ist die Geschichte von der wundersamen Rettung des Flower-Power-Reichs Pepperland vom totalitären Terror der Blaumiesen - deutsche Übersetzung der im Original Meanies - durch die im gelben U-Boot aus Liverpool anreisenden Beatles das Werk von George Dunning. Dieser Meister des britischen Trickfilms hatte schon eine Vielzahl von Kurzfilmen gedreht, deren erster - The Apple über einen Wilhelm-Tell-Epigonen - bereits 1962 offen war für die Buntfarbigkeit der aufkommenden Popart. Schon die ersten Liverpool-Szenen, fast wie schwarzweiß Fotokopien über die ein gelb-goldenes U-Boot einschwebt, feiern die erzählerische Freiheit mit der dieser Film sich ganz von Stimmungen und Farben leiten läßt. Heute würde man den Umgang mit bildkünstlerischen Zitaten und kulturgeschichtlichen Verweisen postmodern nennen; damals war es schlichtweg der individualistische Entwurf eines Avantgardisten, zu der im selben Film vertretenen Idee der naiven Menschheitsrettung durch die Macht der Liebe All You Need Is Love. Die starke soziale Komponente, die die englische Filmavantgarde um das "free cinema", aber auch Richard Lester und die Beatles in ihrem Werk stets auszeichnete, wird durch den Anfang des Films zu den Klängen von Eleonor Rigbys Widmung an all diese einsamen Menschen. Die neu überarbeitete Filmversion mit frischen Farben, digital aufgearbeitetem Ton, vielen Beatles´ Songs und zusätzlichem Bildmaterial ist nicht nur unter nostalgischen Gesichtspunkten lohnenswert. eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung Pop-Pop-Populär |
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