Brandzeichen
Argentinien/Deutschland, 80 min, OmU
Regie: AK Kraak
Der Film dokumentiert dramatische Momente der argentinischen Rebellion Anfang 2002. Er taucht tief in den Strudel aus Massenprotesten, Fabrikbesetzungen und brutaler Polizeigewalt.
»Klar ist es gefährlich, aber was bleibt uns anderes übrig? Wir können nicht zurück nach Hause weil so werden wir nichts erreichen.
Keine Arbeit, kein Essen für unsere Kinder. Das öffentliche Bildungs- und Gesundheitssystem funktioniert nicht mehr. Wenn wir mit hängenden Schultern nach Hause gehen, ändert sich nichts. Wenn wir weitermachen, werden wir irgendwann siegen.« Mirta ist über 50 Jahre, hat 8 Kinder und ist bei den Arbeitslosenbewegungen. Bei der Blockade der Erdölraffinerie erklärt sie, dass sie keine Alternativen zu diesen Protestformen hat. Einfühlsam, kraftvoll und aus nächster Nähe dokumentieren Susanne Dzeik und Kirsten Wagenschein von dem berliner Videokollektiv AK Kraak die dramatischen Momente der argentinischen Rebellion Anfang 2002. Zwei Monate lang tauchen die beiden FilmerInnen tief in den Strudel aus Massenprotesten, Fabrikbesetzungen und brutaler Polizeigewalt. Gekonnt setzen sie bewusst die Effekte subjektiver Kamera ein: Zum Teil auf Super 8, zum Teil digital gedreht, komponieren die BerlinerInnen eine packende Polit-Collage, die mehr ist als eine Momentaufnahme.
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