Filmreihe:
Globalisierung von Arbeit
Weltweit nehmen die Kämpfe zwischen Reich und Arm zu. Der Globalisierung der Märkte wird mit zunehmender Entrechtung der Arbeitsverhältnisse begegnet. Auch in Deutschland wird einem ununterbrochen die Notwendigkeit von „Reformen“ eingehämmert. Reform meint dabei aber nicht eine gerechte Verteilung von Arbeit und Besitz, sondern den Abbau von sozialen Standards.
In dieser Filmreihe werfen wir einen Blick auf die Folgen dieser Entwicklung. Für Menschen die in ungesicherten Verhältnissen ihr (Über)leben organisieren und über Lebensverhältnisse, die bei Sabine Christiansen nie zur Sprache kommen.
Marie-Line
Frankreich, 2000, 100 min, OmU
Regie: Mehdi Charef
Marie-Line, eine rundliche und zugleich burschikose Frau Anfang 40, verdient sich ihr Geld als Leiterin einer Putzkolonne, in der, um Lohnkosten zu drücken, auch illegale Einwanderinnen arbeiten.
Marie-Lines ehrgeiziges Ziel: Ihre Gruppe soll wieder den Preis als beste Putzkolonne des Jahres gewinnen. Dazu ist ihr fast jedes Mittel recht.
Nach acht Jahren Pause gibt es einen neuen Film von Mehdi Charef (Tee im Harem des Archimedes). Poetisch und humorvoll kurzweilt er sein Publikum und bleibt doch auf dem harten Boden der proletarischen Realität. Seine Titelfigur illustriert dabei das Diktum von der harten Schale mit dem weichen Kern. Verkörpert wird sie schlicht perfekt von der Komödiantin Muriel Robin, die in Frankreich mit ihren Solo-Theater-Programmen große Erfolge feiert.
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