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Fokus Lateinamerika

Machuca - Mein Freund

Chile 2004, 120 min, OmU
Regie: Andrés Wood

Santiago de Chile 1973 kurz vor dem Putsch gegen Salvador Allende. Pedro Machuca (Ariel Mateluna) kommt in die Klasse von Gonzalo Infante (Matías Quer). Er ist einer der Jungen aus den Elendsvierteln, denen Pater McEnroe (Ernesto Malbrán), der sozial engagierte Schulleiter von St.Patrick, den Besuch der elitären Privatschule ermöglicht. Die beiden Elfjährigen schließen trotz unterschiedlicher Herkunft Freundschaft. Gonzalo lernt durch Pedro die Welt jenseits der eigenen behüteten Verhältnisse kennen – die Slums am Mapocho, der die Stadt durchfließt und Arme von Reichen trennt. Da Pedro für seinen Lebensunterhalt arbeiten muß, hilft Gonzalo seinem Freund. Zusammen mit Silvana (Manuela Martelli) verkaufen sie Fahnen an die vielen Demonstranten in der Stadt, sowohl an die Gegner als auch an die Anhänger Allendes. Beide Jungs verlieben sich in das Mädchen. Großzügig verteilt Silvana ihre Küsse – und erstickt damit alle Eifersüchteleien. Täglich radelt Gonzalo nun in das Elendsviertel, wo er Herzlichkeit, Gemeinschaft und Zuneigung erfährt. Niemand scheint den drei Freunden etwas anhaben zu können. Doch als die wirtschaftlichen und politischen Spannungen zunehmen, bricht die soziale Kluft auch zwischen ihnen in aller Schärfe auf. Silvana, die kleine Kommunistin, läßt ihre Wut und Verzweiflung an Gonzalo aus. Dessen Familie unterstützt die Streiks und die politisch Rechten. Gonzalos Freundschaft mit Pedro und dem Mädchen steht auf die Kippe. Der Militärputsch am 11. September beendet nicht nur Gonzalos Kindheit ...

MACHUCA, MEIN FREUND ist ein berührender, dramatischer Film über den Abschied von der Kindheit - voller Melancholie und Enthusiasmus. Einfühlsam erzählt Regisseur Andrés Wood die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zweier chilenischer Jungen zur Zeit der Regierung Salvador Allendes. Es gelingt ihm, das Lebensgefühl jener politisch unruhigen Zeit ebenso eindringlich darzustellen wie das der elfjährigen Protagonisten. Die jugendlichen Hauptdarsteller Matías Quer als Gonzalo Infante, Ariel Mateluna als Pedro Machuca und Manuela Martelli als Silvana, überzeugen ebenso wie die beeindruckenden Bilder von Kameramann Miguel J. Littín und die mitreißende Musik von José Miguel Miranda und José Miguel Tobar.

Ein weiteres Meisterwerk des Südamerikanischen Kinos.

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Wenn es einen Film gibt, den man in diesem Jahr nicht verpassen darf, ist es Machuca. Nie war das chilenische Kino so direkt und subtil zugleich, so melancholisch und brutal, so fröhlich und so schrecklich traurig. Miguel Ángel Fredes


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