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Emporte-Moi

Kanada 1999, 91 min, OmU
Regie: Léa Pool

Quebec in den frühen 60er Jahren: Aus den Landferien bei den Großeltern kehrt die junge Hanna zurück nach Montréal. Zu Hause muss sie sich nicht nur mit den Widrigkeiten ihrer beginnenden Pubertät auseinandersetzen, sondern auch mit dem konfliktreichen Alltag ihrer jüdisch-katholischen Familie. Der Vater, ein Überlebender des Holocaust, wartet verbittert auf seinen Durchbruch als Schriftsteller; die Mutter wird durch die harte Lohnarbeit in einer Näherei aufgerieben. Zuspruch findet Hanna bei ihrem Bruder Paul, der sich als Musiker versucht, sowie ihrer Klassenlehrerin, mit der sie die Leidenschaft für Jean-Luc Godards "Vivre sa vie" teilt. Dessen Hauptdarstellerin Anna Karina wird zum unorthodoxen role-model für Hanna, die ebenso mutig beginnt ihr Leben nach eigenen Regeln zu gestalten.

Lea Pols poetische Coming–of-Age-Geschichte ist zugleich eine vielschichtige Hommage an das Kino der Nouvelle Vague, in dem die eigensinnige Heldin Hanna Anleitung zum kreativen Widerstand findet.


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