![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
|
Kaffee, Kuchen, Klassiker! Immer am letzten Sonntag im Monat läuft im Cine k die Reihe Kaffee, Kuchen, Klassiker In netter Athmosphäre können Sie den Sonntag Nachmittag bei Kaffee und selbstgemachtem Kuchen genießen. Die Reihe Kaffee, Kuchen, Klassiker wird unterstützt von EWE NaturWatt
Menschen am SonntagDeutschland 1929, 74min, Stummfilm mit Musik Ein Film ohne Schauspieler heißt es im Untertitel des Films: Die Darsteller standen alle zum ersten mal vor der Kamera und würden nun wieder ihren Berufen nachgehen. Im Film tauchen sie mit ihren realen Nahmen auf, in einer Geschichte, die von Freizeit handelt, die den Alltag durchbricht. Das ist der Sonntag, der einzige arbeitsfreie Tag der Woche, auf den Millionen warten, von jedem Montag an. Vier Berliner – eine Verkäuferin, eine Filmstatistin, ein Vertreter und ein Taxifahrer – verbringen den Sonntag am Wannsee. Sie baden, sie faulenzen, sie flirten, sie streiten. Am 4. Februar 1930 feierte das Gemeinschaftsprojekt einiger junger Filmbegeisterter im Berliner Kino „U.T. Kurfürstendamm“ Premiere: „Menschen am Sonntag“. Die halbdokumentarische Collage aus Spielszenen und Realaufnahmen besticht durch ihre ungekünstelte Sachlichkeit und Authentizität. Vielleicht lag es an der Zusammensetzung des Teams, einer faszinierenden Mischung aus Profis der Branche und Anfängern. Sie schufen bezaubernde Bilder und verzichteten doch auf eine Stilisierung, wie sie in fast allen Filmen der Zeit üblich war. Entstanden ist ein Erstlingswerk, dass mit seiner Lust Konventionen zu brechen und Neues zu versuchen, schon 1930 die Menschen faszinierte. Ohne Stars und Studiogeld drehte das Filmteam eines der herausragenden Werke der deutschen Stummfilm-Avantgarde. Kein Zufall dass alle Beteiligten – die Brüder Siodmak, Billy Wilder, Ulmer, Schüfftan und an der Kamera Fred Zinnemann nach der Machtübernahme durch die Nazis – 10 Jahre später in der USA Karriere machten und zu Weltruhm gelangten Die Musik zum Film komponierte das niederländische Alliage Orkester. Mit einer faszinierenden Mischung aus elektronischer Musik und klassischen Instrumenten interpretieren die 4 Musiker auf geniale Weise die klassische Vorlage neu. |
|
|