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Kaffee, Kuchen, Klassiker!

Immer am letzten Sonntag im Monat läuft im Cine k die Reihe Kaffee, Kuchen, Klassiker In netter Athmosphäre können Sie den Sonntag Nachmittag bei Kaffee und selbstgemachtem Kuchen genießen.
Eintritt: 8,50 € (incl. Kaffee und Kuchen)

Die Reihe Kaffee, Kuchen, Klassiker wird unterstützt von EWE NaturWatt

Mephisto

Ungarn 1981 , 138 min, DF
Regie: István Szabó

Der ehrgeizige und talentierte Theaterschauspieler Hendrik Höfgen ordnet seiner Karriere alles unter - seine politische Gesinnung, seine menschlichen Beziehungen und seine Kunst. Im Berlin der goldenen Zwanziger eilt er von Erfolg zu Erfolg. Zu seinem größten Triumph wird seine neuartige Darstellung des Mephisto in Goethes „Faust“. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigriert seine Frau nach Paris, Höfgen kehrt nach Berlin zurück. Die mittelmäßige Schauspielerin Lotte Lindenthal, Frau des mächtigen Luftwaffengenerals und preußischen Ministerpräsidenten, verwirklicht ihre eigenen künstlerischen Pläne als Partnerin von Höfgen. Als Gegenleistung sorgt sie dafür, dass er seinen Mephisto wieder spielen darf - wenn auch nicht mehr in der modernen, sondern einer deutsch-romantischen Konzeption. Einer beispiellosen Karriere im Dritten Reich steht jetzt nichts mehr im Wege. Vom General zum Intendanten des Staatstheaters ernannt, macht er dieses zu einem Asyl für politisch und rassisch verfolgte Schauspieler. Doch irgendwann lässt der General auch einen Höfgen spüren, wer die Macht im Staate hat ...

In István Szabós mehrfach preisgekröntem Meisterwerk (u.a. Oscar 1981) geht es um die Wechselwirkungen zwischen Kunst und Politik in einem totalitären Staat. Mephisto ist das Psychogramm eines Karrierebesessenen und basiert auf dem gleichnamigen, 25 Jahre verbotenen Roman von Klaus Mann über Gustaf Gründgens. Mit enormem Aufwand und einem überragenden Klaus Maria Brandauer in der Hauptrolle, inszeniert der ungarische Regisseur Szabó eine faszinierende Theaterwelt und rekonstruiert dabei die pompöse Theatralik des NS-Kulturbetriebes.

István Szabó

Der ungarische Regisseur István Szabó zählt zu den großen Persönlichkeiten des europäischen Films, und zwar sowohl wegen seines beeindruckenden Werkes als auch wegen seines politischen und sozialen Engagments. István Szabó wurde am 18. Februar 1938 in Budapest geboren. Nach seinem Studienabschluss im Fach Regie an der renommierten ungarischen Hochschule der Künste für Theater und Film führte er bereits 1964, mit 26 Jahren, bei seinem ersten Spielfilm Regie: Zeit der Träumereien (Àlmodozásko kora) brachte ihm in Locarno den Silver Sail und auf dem Ungarischen Filmfestival den Preis für die Beste Regie ein. So wurde Szabó zu einer Leitfigur in einer neuen Generation ungarischer Filmemacher der 60er Jahre - und noch 40 Jahre gehört er zu den wichtigsten Filmschaffenden der ungarischen Filmindustrie.

Szabó hat etliche Auszeichnungen und Nominierungen erhalten, darunter für Vater (Apa; 1966) den Spezialpreis der Jury in Locarno sowie den Preis des Ungarischen Filmfest für die Beste Regie; für Tüzoltó ucta 25 (25 Fireman's Street; 1973) den Großen Preis der Jury in Locarno; für Vertrauen (Bizalom; 1980) den Silbernen Bären in Berlin sowie eine Nominierung für den Oscar; für Mephisto (1981) einen Oscar als Bester Ausländischer Film, den FIPRESCI Award für das Beste Drehbuch in Cannes sowie Kritikerpreise in England, Italien und Polen; für Oberst Redl (1985) den Sonderpreis der Jury in Cannes, den BAFTA als Bester Ausländischer Film sowie eine Oscar-Nominierung; für Hanussen (1988) eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Ausländischer Film; und für Liebe Emma, süße Böbe (Édes Emma, drága Böbe - vázlatok, aktok; 1992) den Silbernen Bären in Berlin sowie den Europäischen Drehbuchpreis.

Im Jahre 2001 führte Szabó Regie bei dem ebenfalls mehrfach ausgezeichneten Film Taking Sides - Der Fall Furtwängler Dieser Film ist für Szábo eine Fortsetzung von Mephisto. Zwei Filme - zwei geniale Künstler und die fatale Wechselwirkung zwischen Kunst und Politik in einem totalitären Staat

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