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nuevo cinema argentina

Historias Minimas

Argentinien 2002, 94 min, 35mm, OmU
Regie: Carlos Sorin

Früher war Don Justo (80) der Inhaber eines kleinen Supermarktes im Süden von Argentinien. Nun wird der Laden von seinem Sohn und dessen Ehefrau geführt, die Don Justo mit liebevoll-entmündigender Art behandeln. Als jemand auf der Durchreise Don Justo erzählt, er habe dessen seit langem vermissten Hund malacara in San Julian gesehen, zögert der alte Mann nicht lange und reißt aus- in vollem Vertrauen darauf, das einer der Truckfahrer aus früheren Zeiten ihn schon mitnehmen werde. Je näher er jedoch seinem Ziel kommt, desto klarer wird, dass eine mysteriöse Geschichte mit dem Hund verwoben ist.

Auf der gleichen Route, am gleichen Tag, ist auch Maria Flores (25) unterwegs, im Arm ihr Baby. Sie lebt in extrem bescheidenen Verhältnissen und ist entsprechend aufgeregt, als sie erfährt, dass sie den Hauptgewinn in einer Fernsehsendung gewonnen hat. Dass sie nicht genau weis, was ihr Gewinn, ein Multiprozessor, eigentlich sein soll, ist nicht so wichtig. Aufgeregt macht sie sich per Bus auf die Reise in die funkelnde Welt der Gameshows.

Jeder der drei reist für sich alleine, aber im Laufe ihrer Reise durch die einsame Weite Patagoniens überschneiden sich ihre Geschichten und ihre Träume.

Manchmal geschehen Wunder. Manche davon heißen „Die Magie des Kinos“. Sicher ist, dass einige Filme eine Aura haben, die uns dieses Wunder erhellen und beim Zuschauer ein dauerhaftes und intensives Gefühl des Glücks hinterlassen. Das allerdings passiert nur sehr selten. HISTORIAS MINIMAS ist ein solcher magischer Film. cinenacional

Meisterlich gelingt es dem Regisseur Carlos Sorin, anhand von drei parallel erzählten Reisegeschichten aus dem hintersten Patagonien , in der scheinbaren Bedeutungslosigkeit seiner Protagonisten die ganze Welt einzuschließen. FAZ

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