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(Ein) Leben zwischen (zwei) Welten - Leben in einer Welt

Eine Film-und Diskussionsreihe zum Internationalen Frauentag


Der Internationale Frauentag ist ein Tag für die Rechte der Frauen, für Frieden und eine humanitäre Gesellschaft. Zu den grundlegenden Rechten der Frauen gehört ein Leben frei von struktureller und personaler Gewalt. Für dieses Recht kämpft in der Bundesrepublik Deutschland die Frauenhausbewegung seit über 25 Jahren.

In diesem Jahr veranstaltet das Cine k zum dritten mal eine Filmreihe anlässlich des internationalen Frauentages in Kooperation mit dem Frauenbüro der Stadt Oldenburg, dem Autonomen Frauenhaus e.V. und der Kulturetage.


Kurzfilmprogramm

Ben Kimin – Wer bin ich?

Deutschland 2003, 4 min
Ein Film von Canan Yilmaz

Ein erfrischendes Beispiel für den filmischen Umgang mit transnationalen Identitäten gibt Nachwuchsregisseurin Canan Yilmaz, wenn sie fragt "Ben Kimim? / Wer bin ich?" (2003): In dem vierminütigen Film sieht man eine junge Frau im schwarzen Pullover und mit Dreadlocks, die sich im Raum dreht. Auf die Zuschauer gerichtet, fragt sie sich (und ihr Publikum) in Deutsch und in Türkisch: "Ben Kimim? / Wer bin ich?" Und sie antwortet gleich: "Ich bin eine Deutsche! Eine Türkin! Eine deutsch-türkische Bürgerin. Eine Deutschtürkin, eine in Deutschland geborene Türkin. Eine türkischstämmige Deutsche, eine Halbdeutsche. Deutsch, Türkisch, Deutsch-Türkisch?"

Aus dem Archiv der internationalen Kurzfilmtage Oberhausen

Ein Fest für Beyhan

Deutschland 1994, 22 min
Ein Film von Ayse Polat

Die 19 - jährige Türkin Beyhan ist auf der Reise und auf der Suche nach etwas Neuem, findet sich aber immer wieder auf der gleichen Landschaft wieder.

Aus dem Archiv der internationalen Kurzfilmtage Oberhausen

Ein neues Land

Deutschland 2004, 35 min
Ein Film von Kerstin Nickig

Astrid und Lara erzählen die Geschichte, wie sie sich in St. Petersburg kennen gelernt haben. Die Berlinerin Astrid kam nach St. Petersburg, um einen Traum zu verwirklichen: einen Zirkus für Straßenkinder zu gründen. Lara, Theaterregisseurin aus Sibirien, hörte davon, arbeitete begeistert mit und wurde von Astrids Traum angesteckt - die beiden arbeiteten zusammen und verliebten sich ineinander. Zwei Jahre später gibt es den Zirkus in St. Petersburg. Astrid und Lara trainieren täglich mit den Kindern, leben zusammen in ihrem selbst geschaffenen "neuen Land". Sie beschließen, zu heiraten - um mit einem großen Fest mit ihren FreundInnen und Verwandten ihre Liebe zu feiern, aber auch, weil sie frei von Visaproblemen sein wollen, reisen wollen, zusammenleben wollen - und so beginnt der Hindernislauf durch die deutsche und russische Bürokratie. Der Film begleitet Astrid und Larissa über drei Monate in St. Petersburg und Berlin und zeichnet in Interviews, Beobachtung ihres Alltags - privat und im Zirkus - ein nahes, unspektakuläres Portrait der beiden jungen Frauen und ihrer ungewöhnlich-gewöhnlichen Liebesgeschichte.

Gore

Deutschland 2004, 15 min
Ein Film von Zülfiye Akkulak

Der Film Gore (Die Strümpfe) zeigt Momentaufnahmen aus dem Alltag einer Kurdin in Deutschland. Seit dem Fortgang ihres Sohnes lebt sie zurückgezogen in ihrer eigenen Welt und wartet auf dessen Rückkehr. Der Film beschreibt die Einsamkeit, Hoffnung und Sehnsucht einer alten kurdischen Frau in Deutschland.


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