Frauen bewegen die Welt
eine Filmreihe zum Internationalen Frauentag
Der Internationale Frauentag ist ein Tag für die Rechte der Frauen, für Frieden und eine humanitäre Gesellschaft. Zu den grundlegenden Rechten der Frauen gehört ein Leben frei von struktureller und personaler Gewalt. Für dieses Recht kämpft in der Bundesrepublik Deutschland die Frauenhausbewegung seit über 25 Jahren.
In diesem Jahr veranstaltet das cine k zum zweiten mal eine Filmreihe anlässlich des internationelen Frauentages in Kooperation mit dem Frauenbüro der Stadt Oldenburg, dem Autonomen Frauenhaus e.V. und der Kulturetage
Di 8. März, 20.30 Uhr (exklusiv für Frauen), Fr 11.März, 21.15 Uhr (für alle)
Satin Rouge
Tunesien 2001, 90 min, OmU
Regie: Raja Amari
Die verwitwete Lilia lebt mit ihrer Tochter Salma im heutigen Tunis. Als aufmerksame Mutter muss sie feststellen, dass Salma eine Verhältnis mit Chokri hat, der als Musiker im Cabaret ‘Satin Rouge’ arbeitet. Da sie ihre eigenen Wünsche immer unterdrückt hat, kann sie ihre Tochter nicht verstehen und versucht sie deshalb vor dieser ‘gefährlichen Verbindung’ zu retten. Sie begibt sich in das Cabaret und lernt eine Welt kennen, die sie zugleich anzieht und abstößt. Schließlich werden in ihr seit langem verschüttete Sehnsüchte geweckt.
Lilia entdeckt ihren Körper, den sie ihr Leben lang unter weiten, formlosen Kleidern verborgen und für den sie sich niemals interessiert hat. Erst durch den Tanz und bemerkenswerterweise in einem Cabaret, dem Ort der Zurschaustellung schlechthin, vollzieht sich die Veränderung. Chokris Liebe erlaubt ihr, eine Wirklichkeit zu leben, die sie niemals erfahren hat – abgesehen von manchen Momenten, in denen sie träge ausgestreckt vor dem Fernseher lag. Von nun an folgt Lilia nur noch ihrer Sehnsucht, die eine innere Entwicklung auslöst... Regisseurin Raja Amari
Mi 9. März, 20.30 Uhr (exklusiv für Frauen), Fr 11.März, 19.00 Uhr (für alle)
Die Ritterinnen
Deutschland 2003, 96 min
Regie: Barbara Teufel
Das Kreuzberg der 1980er Jahre war bundesweit ein Synonym für links-alternative Lebensweisen und autonomen Widerstand: Hausbesetzungen, Straßenschlachten mit der Polizei, endlose Debatten und der Kampf um Frauenrechte prägten die Szene. Zu den Kreuzberger Autonomen gehörte eine Frauen-WG in der Ritterstraße. Sieben junge Frauen lebten nach dem Motto: »Leben, Politik und Liebe ohne Männer«. Mit der gleichen Verve, mit der sie den Widerstand gegen die IWF-Tagung organisierten, bekämpften die »Ritterinnen« das Patriarchat. Bonnie, die aus der schwäbischen Provinz in den Hexenkessel Kreuzberg gezogen ist, ist eine von ihnen.
Geschickt verbindet die Regisseurin Barbara Teufel, die mit diesem Dokudrama ein Stück eigener Lebensgeschichte aufarbeitet, Spielfilmszenen mit Archivmaterial und aktuellen Interviews der Original »Ritterinnen«: Was wurde aus ihren Visionen und Sehnsüchten dieser Zeit?
Anschließend Gespräch und Diskussion mit J. Seipel (Medienbüro)
Do 10. März, 20.30 Uhr (für alle)
Mir seynen do!
Deutschland 1992, 87 min
Regie: Ingrid Strobl
Im Sommer 1943 erheben sich jüdische Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer in Bialystok gegen die endgültige Liquidierung des Ghettos durch die deutschen Besatzer. Nur wenige überleben den Aufstand, unter ihnen sechs junge Frauen. Ihnen gelingt es, Verbindung zu einer sowjetischen Partisanengruppe aufzunehmen und deren Kampf gegen die deutsche Vernichtungspolitik zu unterstützen.
Der Film schildert die beschriebenen Ereignisse und lässt dabei drei der jüdischen Partisaninnen aus Bialystok ausführlich zu Wort kommen.
Chaika Grossman, eine dieser drei Zeuginnen ging 1948 nach Israel, wo sie seitdem in einem Kibbuz lebt.1948 schrieb sie das Buch Die Untergrundarmee.
Anschließend Gespräch und Diskussion mit Anika Walke (Uni Oldenburg)
Sa 12. März, 20.00 Uhr (für alle)
Wir warem wir - Furien
Deutschland 2004, 96 min
Regie: Elisabeth Kirchhoff und Britta Lübbers
In den achziger Jahren gehörten sie zu den Stars des handgemachten Cabarets, in der Region hatten sie Kultstatus: die Friedensfurien.
Die fünf Frauen ließen kein politisch-brisantes Thema der Zeit aus und spielten ihre Szenen im unverwechselbaren Mix von dilettantischer Unerschrockenheit und lichter Kunst, von brüllkomisch bis unter die Haut gehend.
Der WDR bot ihnen eine Talentschmiede an (sie lehnten ab), Berlin lockte mit einem längeren Engagement (sie sagten zu).
Nach rund 10 Jahren trennte sich das Quintett.
Zu Gast sind die Filmemacherinnen und 2 Furien
Anschließend Kurzfilmprogramm mit Ausklang der Festivalwoche und Frauenkneipe
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