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Deutscher Kurzfilmpreis unterwegs

Nach den erfolgreichen Präsentationen in den letzten Jahren bereits zum vierten mal im Cine k. Einmal mehr beweist der deutsche Kurzfilm seine Vitalität und Stärke. Wir präsentieren die prämierten Filme von 2005 in einem abendfüllenden Programm.

Chaim

Ein Film von Jonathan Greenfield
KHM Köln , 14,30 min

Ein Brief aus Amerika zwingt einen 73 Jahre alten Berliner Fischer, sich mit einem traumatischen Ereignis seiner Kindheit auseinanderzusetzen. In der NS-Zeit hatte er unabsichtlich das Versteck seiner Schwester preisgegeben, die diese Unbedachtheit mit dem Leben bezahlt. Das Schlussbild schenkt uns die Hoffnung einer Versöhnung des gebrochenen Mannes mit seiner Schuld




Vorletzter Abschied

Ein Film von Heiko Hahn, 21:30 min

Walter entschließt sich, seine alzheimerkranke Frau Martha in ein Altersheim zu bringen. Für diesen tragisch langsamen Abschied nimmt sich das gefühlsintensive, schwarz-weiße Kammerspiel in ruhigen Ton- und Kameraeinstellungen angemessen Zeit und erhielt dafür den Kurzfilmpreis in Gold für Spielfilme über 7 bis 30 Minuten.




Goodbye

Ein Film von Steve Hudson, 15:31 min

Goodbye von Steve Hudson wird durch das hervorragende Spiel von Anna Thalbach zur bedrückenden Anklage gegen das deutsche Sozialsystem. Die junge Mutter wird wegen Drogendeals verhaftet und verschweigt aus Angst vor dem Jugendamt, dass ihre zweijährige Tochter alleine zu Hause ist. Die Tragödie, in klaustrophobischen Einstellungen auf die Gefängniszelle verengt, nimmt ihren Lauf...




Wattläufer

Ein Film von Dennis Jacobsen, 20:30 min

Wattläufer von Dennis Jacobsen, Student an der dffb, lebt ebenfalls durch die Leistung des bekannten jungen Schauspielers August Diehl. Auf einer winterlichen Wattenmeerinsel wird ein junger Mann mit seinem Tod konfrontiert. Einzelne Bilder verweisen dabei auf mythologische Topoi. Die hervorragende, assoziative Schnitttechnik führt uns nach und nach in die Jetztzeit des Krankenhaus-OPs, wo der Todkranke sich selbst von außen sieht.




Jam Session

Ein Film von Izabela Plucinska
HFF "Konrad Wolf", Potsdam , 9,30 min

Das ältere Ehepaar Theresa und Viktor wohnt direkt über einem Jazzklub. Die Musik raubt den beiden jede Nacht den Schlaf. Das Paar reagiert auf seine Weise, tanzt zu den Rhythmen um sein Bett herum. Die Regisseurin hat zwei Figuren von großer Schönheit geknetet. Ihre Animation ist herausragend und gerät in Momenten fast in die Nähe großer Ölgemälde

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