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Ferienkino

Zwei kleine Helden

Schweden 2002, 87 min
Regie: Ulf Malmros

Marcello (Ariel Petsonk) ist anders als die anderen: Er ist kleiner, schmächtiger als die Jungs in seiner Klasse, aber die geringe Körpergröße macht er mit seiner großen Klappe wett - und handelt sich damit viel Ärger ein. Er wird gehänselt und geschmäht, auch weil er auf dem Fußballplatz eine Niete ist. Sein Vater Giuseppe (Michael Nyqvist), der sich als ganzer Italiener versteht, will aber unbedingt, dass Marcello Profikicker wird. Die Mutter (Anna Pettersson), die sich als glühende Katholikin selbst verwirklicht, sieht den wenig musikalischen Sohn künftig als Priester und am liebsten im Knabenchor. Und was will der kleine Marcello? Er wünscht sich nichts sehnlicher als einen Freund, das ist doch nicht zuviel verlangt.

Der Kinderfilm, mit viel Herz und Humor inszeniert, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. So hängen in Marcellos Zuhause die beiden Ikonen von Vater und Mutter an der geblümten Küchenwand: Diego Maradona, den Marcellos Mutter nüchtern als "kleinen, fetten Junkie" bezeichnet, und der Pabst. Zur chaotischen, ungleichen Familie gehört auch Marcellos kleine, hochintelligente Schwester Sophia (Vilma Rogsten-Zammel), ein orakel-artiger Wonneproppen. Als persönlicher Berater steht dem kleinen Marcello im Notfall kein geringerer als Jesus Christus zur Seite.

Als das libanesische Mädchen Fatima (Zamand Hägg) in Marcellos Klasse kommt, ist er nicht länger allein. Es wird eine Weile dauern bis die beiden Außenseiter Freunde werden. Auch erlebt Marcello mit der mutigen Fatima seine erste große Liebe, die ihn stark macht und selbstbewusst und ihn ermutigt, seine Träume zu realisieren.

Malmros' Film wurde auf diversen Kinderfilmfestivals mit Preisen bedacht (Kinderfilmpreis der Nordischen Filminstitute auf den Nordischen Filmtagen Lübeck 2002; CIFEJ Award auf dem Internationalen Kinderfilmfest Montreal 2003, Preis der Kinderjury auf den Stuttgarter Kinderfilmtagen 2003) - zurecht: Der Film ist ein warmherziges Plädoyer über den Wert von Freundschaft und Individualität. Nur wer an sich selbst glaubt, wird am Ende seine Träume erfüllen können - eine zentrale Botschaft, die der Film da vermitteln will, nicht nur für Kinder.

Nach der 16 Uhr Vorstellung am Freitag:
Live-Jonglieren mit Ollie und Christiane (Musik)!

Für kleine und große Menschen, Eintritt 2,50 €


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